BAHNHOF ANNEN-NORD

  • Triebwagen 10 steht am 29. Dezember 1963 in Annen-Nord zur Fahrt nach Herbede bereit.
    Foto Wolfgang R. Reimann

Der zweigleisige Ausbau der Wittener Bahnhofstraße im Jahr 1927 und die Beschaffung zusätzlicher Fahrzeuge ermöglichten zum 1. Februar 1928 erneut die Einführung eines 10-Minuten-Verkehrs auf der Linie „K“ zwischen dem Bahnhof Witten-West und der Bruchschule in Annen. Am 25. August 1928 wurde der 10-Minuten-Takt bis zur Endstelle in Annen ausgedehnt.

Die Endstelle in Annen wurde zwischen 1920 und 1928 – das genaue Datum ist bisher nicht belegt – vom Bahnhof Annen-Süd zur Ausweiche am Bahnhof Annen-Nord in der Wittenerstraße zurückgezogen.

Nach der Eröffnung der Strecke nach Herbede am 1. Oktober 1929 als Linie O wurde der Streckenast nach Annen ab dem 1. Oktober 1930 mit dieser Linie verbunden. Zeitgleich wurde auf der Stichstrecke zum Bahnhof Witten-West der Linienverkehr mangels Nachfrage eingestellt. Dadurch konnte ein Wagen eingespart werden. Die Linie K blieb auf der Relation Kornmarkt – Annen, in deren Verlauf zahlreiche große Industriebetriebe lagen, als Verstärkerlinie für den Berufsverkehr am Nachmittag bestehen.

Mit der Übernahme der Westfälischen Straßenbahn GmbH durch die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG erhielt die Linie O (Annen – Herbede) ab dem 1. Februar 1938 zunächst die Nummer 23, ab dem Mitte 1940 dann die Nummer 32. Die Linie K (Annen – Witten West-Bahnhof) wurde als Linie 29 weitergeführt.

Die Linienbezeichnungen 29 und 32 erhielten sich über den Zweiten Weltkrieg. Nach der Einstellung der Linien 22 und 27 im Laufe der Jahres 1951, wurden die Linienbezeichnungen in Witten neu vergeben: Vom Januar 1952 an war die Linie 11 anstelle der 32 unterwegs. Die Linienbezeichnung 29 entfiel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der doppelgleisige Ausbau der Straßenbahn in der Annenstraße fortgesetzt. Die Endstelle am Bahnhof Annen-Nord wurde auf die südliche Straßenseite verlegt.

Eine letzte „Schwachstelle“ im Zusammenhang mit dem zweigleisigen Ausbau der Straßenbahn war über viele Jahre die Überführung der „Rheinischen Eisenbahn“ in Höhe der Einmündung der Schleiermacherstraße. Zwischen 1966 und 1968 konnte der Engpass durch den Bau einer neuen Eisenbahnbrücke beseitigt werden. Die alte Überführung blieb als Fußgängerweg erhalten.