REZESSION

  • Die Linie E am Bürgermeisteramt in den 1930er-Jahren - jetzt als Teil der Westfälischen Straßenbahn.
    Historische Postkarte (Ausschnitt) - Sammlung Wilhelm Dufhues

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Die Rezession der 1920er-Jahre belastete die Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet. Um den Verkehr der Straßenbahnstrecken effizienter durchzuführen, ergriff der im Mai 1920 in Essen gegründete Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk (SVR) die Initiative. Er forderte die Verkehrsunternehmen im mittleren Ruhrgebiet auf, Gemeinschaftslinien einzuführen.

Zu den Projekten gehörte auch eine Zusammenarbeit zwischen der Westfälischen Straßenbahn GmbH und der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG in Witten: Ab dem 7. Juni 1924 – nach anderen Quellen ab dem 16. September 1924 – wurde die Linie E zwischen Bommern Denkmal und Crengeldanz in eine neue Gemeinschaftslinie 4 Bommern Denkmal – Witten – Laer – Bochum – Walzwerk Höntrop integriert. Dazu wurde am Crengeldanz in Witten eine Gleisverbindung zwischen den eigentlich konkurrierenden Gesellschaften hergestellt.

Die Linie E verkehrte während des Gemeinschaftsverkehrs zwischen Castrop und der kurz hinter der Eisenbahnbrücke am Haus Witten liegenden Ausweiche Wetterstraße.

Am 30. Oktober 1928 wurde der Gemeinschaftsverkehr mit der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG aufgegeben. Während die Westfälische Straßenbahn wieder in eigener Regie die Linie E zwischen Bommern und Castrop betrieb, fuhr die Linie 4 der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG nunmehr parallel zur Linie E bis zur Ausweiche Wetterstraße.

LINIE 27 UND LINIE 22

Die Straßenbahnstrecke von Witten nach Castrop überlebte den Konkurs der Westfälischen Straßenbahn. Am 1. Februar 1938 wurde aus der Linie E die Linie 27. Der Linienverlauf blieb unverändert.

Auf dem Abschnitt Langendreer – Castrop wurde der Takt der Linie 27 ab 1940 mit der Linie 22 verdichtet: Nachdem die ehemalige Linie H am 1. Februar 1938 zunächst eingestellt worden war, reaktivierte die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG den Schienenverkehr auf der Strecke Kaisersteg – Langendreer und führte die neue Linie 22 parallel zur Linie 27 bis Castrop.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verkehr auf der Strecke nach Castrop und auf der Strecke zum Kaisersteg wieder aufgenommen.

Die Fahrgastzahlen waren jedoch gering. Da ein wirtschaftlicher Betrieb nach der damaligen Einschätzung des Verkehrsunternehmens auch weiterhin nicht zu erwarten war, fiel 1951 die Entscheidung, der Straßenbahnverkehr zwischen Crengeldanz und Castrop zu beenden.

Am 31. Mai 1951 wurde die Linie 22 zwischen Kaisersteg und Castrop eingestellt.

Am 1. Dezember 1951 fuhr die letzte Straßenbahn von Bommern nach Castrop. Der Streckenast vom Crengeldanz nach Bommern wurde von der Linie 10 übernommen.

Bereits im Verlauf des Jahres 1952 wurden die ersten Gleise zwischen Castrop, Lütgendortmund und Langendreer entfernt. Das Gleisdreieck am Bahnhof Langendreer wurde im September 1952 ausgebaut.