LINIE 20

  • Im Dezember 1937, wenige Tage vor der Einstellung, fotografierte Emil Konrad die Linie H.
    Foto Emil Konrad - Sammlung Verkehrsmuseum Nürnberg

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In Werne traf die Linie H auf die Linie G (Laer – Uemmingen – Kaisersteg – Werne – Baulager / Depot Lütgendortmund). Sie wurde vergleichsweise wenig genutzt.

Dennoch hatte die Westfälische Straßenbahn 1914 auch auf der Linie G im Bereich der Gasstraße erste Gleiserneuerungen durchgeführt.

EINSTELLUNG LINIE G

Der mit dem Ersten Weltkrieg einhergehende Personal- und Rohstoffmangel drängte die Straßenbahn, alle Linien auf ihre Rentabilität hin zu überprüfen. Die Linie G hielt den Kriterien nicht stand. Daraufhin beschloß die Westfälische Straßenbahn, das Teilstück von Laer nach Werne stillzulegen.

Die Linie H übernahm den Linienverkehr auf dem Teilstück von Werne nach „Kranefeld“ über die heutige Kreyenfeldstraße sowie den Werner und Lütgendortmunder Hellweg. Von „Kranefeld“ verkehrte die Linie H im Parallelverkehr mit der Linie F (Langendreer Bahnhof – Bahnhof Lütgendortmund) bis zum Bahnhof Lütgendortmund.

Da die Einstellung als „vorübergehend“ klassifiziert wird, bleiben die Gleise zunächst liegen. Die Oberleitung, für deren Masten ohnehin eine Ertüchtigung ausstand, wird jedoch demontiert und zusammen mit überflüssigem Material von anderen Streckensanierungen als Sekundärrohstoff an die Heeresverwaltung verkauft.

AUFTEILUNG DER LINIE H

Mit der Übernahme der Westfälischen Straßenbahn GmbH durch die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG wurde die Linie H auf ihrer bisherigen Linienführung teilweise eingestellt. Bis auf den Streckenabschnitt über die heutige Kreyenfeldstraße, den Werner- und Lütgendortmunder Hellweg zum Amtshaus Lütgendortmund blieb die Strecke der Linie H jedoch in Betrieb.

Die Verbindung vom Bahnhof Langendreer nach Werne wurde mit der Straßenbahnlinie 20 von Bochum über Laer nach Werne verknüpft. Die Verbindung vom Amtshaus Lütgendortmund zum Bahnhof Lütgendortmund ergänzte die Strecke der Linie 17 von Bochum über Harpen nach Lütgendortmund.

Auf dem 2,1 Kilometer langen Teilstück Langendreer-Bahnhof – Kaisersteg wurde der Straßenbahnverkehr Anfang 1938 zunächst eingestellt und durch die Omnibuslinie „L“ ersetzt.

1940 war die Straßenbahn als neue Linie 22 zurück – zunächst zwischen Langendreer Denkmal und Kaisersteg, später zur Verdichtung der Linie 27 auch auf der Strecke nach Castrop.

Gut ein halbes Jahr vor der Einstellung der Verbindung von Witten nach Castrop wurde die Linie zum Kaisersteg am 31. Mai 1951 stillgelegt.

AUS DURCH AUTOBAHN

Die „20“ blieb über den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit in Langendreer „heimisch“. 1962 wurde im Bereich der Rüsingstraße parallel zur Zechenanschlussbahn Robert Müser eine kurze Neubaustrecke gebaut, um die enge Durchfahrt der Rüsingstraße zu entschärfen.

Der Mitte der 1960er-Jahre angegangene Bau der A 43 hätte jedoch große Investitionen von der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG erfordert – insbesondere im Zusammenhang mit der Anlage eines neuen, eigenen Bahnkörpers in dem ab Laer zum Autobahn-Zubringer ausgbauten Werner Hellweg.

Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG konnte für die notwendigen Investitionen keine ausreichende Rentabilität darstellen. Vor diesem Hintergrund wurde die im Dezember 1968 die Einstellung der Linie beschlossen. Diese wurde am 30. Juni 1969 vollzogen.