ENDE DES GÜTERVERKEHRS

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Die Kohletransporte mit der Straßenbahnen wurden in Bochum, Herne und Witten über das Ende des Ersten Weltkriegs hinaus bis in die 1920er-Jahre fortgesetzt.

Die von der Westfälischen Straßenbahn für den Gütertransport benötigten Wagen waren zunächst angemietete 10-Tonnen-Selbstentladewagen der Vestischen Kleinbahn GmbH. Sie wurden im Laufe des Jahres 1918 durch acht in eigener Werkstatt entstandene Selbstentladewagen (562 bis 569) ersetzt. „Spender“ der Fahrgestelle waren ausgemusterte Triebwagen der ehemaligen Märkischen Straßenbahn.

Neben den Selbstentladewagen gab es weitere acht Wagen mit 10-Tonnen Tragfähigkeit für den Gütertransport (556 bis 561). Auch sie entstanden auf Fahrgestellen ausgemusterter Personentriebwagen der Märkischen Straßenbahn. Diese Fahrzeuge kamen überall dort zum Einsatz, wo eine manuelle Entladung erfolgte – und damit im Wittener Güterverkehrsnetz.

Als Zugfahrzeuge fanden zunächst Triebwagen aus dem Personenverkehr Verwendung, insbesondere die Falkenried-Triebwagen der Kommunalen Straßenbahn-Gesellschaft Landkreis Gelsenkirchen.

Die 1919 speziell für den Kohletransport bei der Waggonfabrik Uerdingen bestellten und 1920 ausgelieferten acht Elektrolokomotiven (570 bis 578) kamen allenfalls noch kurz in echten Güterzugdiensten zum Einsatz: Eine von ihnen wurde bereits 1923 an die Saarbrücker Straßenbahn verkauft, eine weitere 1924 an die Straßenbahn Herne – Recklinghausen. Zwei weitere Lokomotiven wurden 1926 zu Personentriebwagen umgebaut.

Aus einem Schreiben der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG vom 5. August 1920 an das Regierungspräsidum in Arnsberg geht hervor, dass zu diesem Zeitpunkt der Güterverkehr zur Bismarckhütte eingestellt war.

Im Dezember 1924 beendete die Westfälische Straßenbahn auch mit anderen Kunden den Güterverkehr. 1925 wurden die Kohleverladeanlagen der Zeche Mont-Cenis an der Strecke der Straßenbahn Herne – Sodingen – Castrop abgebrochen.