NACH CASTROP

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Da die Bebauung zwischen Crengeldanz und Langendreer im Eröffnungsjahr der Straßenbahn recht dünn war, konkurrierte die Märkische Straßenbahn in der Anfangszeit auf diesem Teil ihres Netzes mit der parallel verlaufenden, 1880 eröffneten Eisenbahnstrecke.

Mehr Attraktivität und einen wirtschaftlichen Betrieb versprach ein Netzausbau von Langendreer nach Lütgendortmund und Castrop – mit Übergangsmöglichkeiten zur Eisenbahn am Bahnhof Lütgendortmund und am Bahnhof Castrop (Emschertalbahn).

Die vertraglichen und finanziellen Grundlagen dafür konnten mit der Aufnahme der Gemeinden Laer, Werne und Lütgendortmund in den Gesellschafterkreis der Märkischen Straßenbahn geschaffen werden. Am 24. November 1899 wurden die Verträge mit Laer und Werne unterzeichnet. Der Vertrag mit Lütgendortmund wurde am 8. Februar 1901 geschlossen.

Ein erster Schritt für den Bau der Streckenerweiterungen im nördlichen Netzteil war der Bau einer Betriebsstrecke vom Baulager / Depot Lütgendortmund („Kranefeld“) nach Langendreer-Nord im Verlauf des Jahres 1900.

Die in den historischen Unterlagen verwendete Bezeichnung als „Betriebsstrecke“ legt nahe, dass es am Bahnhof Langendreer eine Umschlagmöglichkeit für Baumaterial gab.

Wie an anderer Stelle dargelegt, war es aber sehr wahrscheinlich nicht möglich, mit Straßenbahnwagen den damals noch vorhandenen, niveaugleichen Bahnübergang am Bahnhof Langendreer zu queren. So steht zu vermuten, dass die für den Baubetrieb notwendigen Straßenbahnwagen und / oder Loren mit Hilfe provisorischer Gleise oder unter Nutzung von Straßenrollern zum Baulager gebracht wurden.

Ganz ähnlich war man in Witten bei der Anlieferung der ersten Straßenbahnwagen vorgegangen: Sie wurden damals mangels Oberleitung von Pferden teils über bereits verlegte Gleise, teils über Provisorien zum Betriebshof gezogen. Da dies seinerzeit im Bild festgehalten wurden, war gelegentlich in der Literatur von einem anfänglichen Pferdebahnbetrieb die Rede, den es aber tatsächlich zu keinem Zeitpunkt in Witten gegeben hat.