RÜDINGHAUSEN

  • Der neue Wittener Hauptbahnhof nahm 1901 den Betrieb auf. Die Straßenbahn folgte 1902.
    Postkarte Verlag Cramers Kunstanstalt Dortmund - Sammlung Ludwig Schönefeld

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Am 26. Oktober 1902 konnte in Witten der inzwischen fertiggestellte neue Bahnhof Witten-West an das Straßenbahnnetz angebunden werden. Dazu wurde die Strecke um 270 Meter von der Bahnhofstraße zum neuen Personenbahnhof verlängert.

Die „Linie 1“ hatte jetzt eine Gesamtlänge von 4,55 Kilometern, die in 24 Minuten Fahrzeit bewältigt wurden. Die Betriebskonzession für das neue Streckenstück war am 2. September 1901 erteilt worden.

Die landespolizeiliche Abnahme erfolgte am 6. Dezember 1902. Heute wäre es wahrscheinlich undenkbar, eine neue Straßenbahnstrecke über rund zwei Monate ohne eine behördliche Abnahme zu betreiben.

Im Vertragswerk zur Gründung der Märkischen Straßenbahn vom 13. Dezember 1898 war vereinbart worden, die Straßenbahnstrecke von Annen bis Rüdinghausen fortzuführen.

Im Verlauf des Jahres 1902 wurde die 620 Meter lange Strecke von Annen-Süd über die Kreisstraße nach Rüdinghausen gebaut. Die Strecke wurde fertiggestellt, aber nicht in Betrieb genommen.

Die Genehmigungsbehörde erteilte der Märkischen Straßenbahn zwei Fristverlängerungen, um die Strecke in Betrieb zu nehmen: eine erste, bis zum 1. April 1906 reichende Frist und eine weitere Verlängerung bis zum 1. September 1912.

Von der zweiten Frist machte die Märkische Straßenbahn keinen Gebrauch. Im Laufe des Jahres 1906 wurden die Gleise sowie 23 Streckenmasten und 2 sogenannte Richtungsmasten (für die Ausweiche) demontiert. Das neuwertige Material wurde zum Ausbau des Betriebshofes Lütgendortmund sowie zu einer Änderung der Gleisanlage am Bahnhof Langendreer verwendet.

Ein Anschluss von Rüdinghausen an das öffentliche Nahverkehrsnetz erfolgt erst viele Jahre später in Form der Omnibuslinie Rüdinghausen – Witten – Stockum durch die Westfälische Straßenbahn GmbH. Sie wird nach der Übernahme der Westfälischen Straßenbahnen AG durch die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG ab dem 1. Januar 1938 durch die Omnibuslinie „J“ ersetzt.