NACH LÜTGENDORTMUND

  • Am Kaisersteg in Langendreer begann die Strecke nach Lütgendortmund.
    Historische Postkarte - Sammlung Andreas Halwer

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Am 24. November 1899 traten die Gemeinden Laer und Werne als neue Gesellschafter in die Märkische Straßenbahn ein – verbunden mit der Auflage, die „Kaisersteg“-Linie im Süden bis zur Provinzialstraße in Laer und im Norden über Werne bis zur Provinzialstraße in Lütgendortmund zu verlängern.

Der Ausbau nach Norden wurde im Verlauf des Jahres 1900 angegangen.

Die neue Verbindung sollte mit dem Streckengleis im Kaisersteg eine neue Linie bilden. Deshalb wurde der Abzweig an der heutigen Ecke Alte Bahnhofstraße / Ümminger Straße nicht von der Kaiserstraße (heute Alte Bahnhofstraße) sondern vom Kaisersteg (heute Ümminger Straße) gebaut.

Von diesem Abzweig verlief die Strecke zunächst für einige Meter neben der Eisenbahn bis zur Gasstraße – in etwa so, wie heute Straße „Im Uhlenweg“ verläuft. Die historische Trasse ist heute mit dem Damm der S-Bahn-Strecke überbaut.

Im Verlauf der Gasstraße unterquerte die Straßenbahnstrecke zunächst die Gleise der ehemaligen Bergisch-Märkischen Eisenbahn, dann die der ehemaligen Rheinischen Bahn. Über die heutige Heinrich-Gustav-Straße wurde das Amtshaus in Werne erreicht.

Ab dem 22. Februar 1901 gab es am Amtshaus Werne auch die Endstelle der von Laer kommenden Strecke der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG. Eine Verbindung der Gleisnetze wurde jedoch nicht hergestellt.

Vom Amt in Werne fuhr die Märkische Straßenbahn wahrscheinlich in rechter Seitenlage über die heutige Kreyenfeldstraße bis zur Hellwegstraße (heute Werner Hellweg). In Seitenlage des heutigen Werner Hellwegs und des anschließenden heutigen Lütgendortmunder Hellwegs erreichte das Gleis die Provinzialstraße („Kranefeld“).

An der Provinzialstraße wurde der Anschluss an die zeitgleich gebaute Betriebsstrecke von Langendreer-Nord zum Baulager / Depot Lütgendortmund hergestellt.

Am 12. August 1900 konnten die zusätzlichen 4,165 Kilometer Gleis vom Kaisersteg über Werne nach Lütgendortmund (Kranfeld / Baulager) landespolizeilich abgenommen und für den Verkehr freigegeben werden. Die Betriebskonzession war am 11. April 1899 erteilt worden. Die Linie ging intern als „Linie 5“ in Betrieb.

Mit der Inbetriebnahme der Strecke war es auch möglich, die bisherige Betriebsstrecke zum Bahnhof Langendreer (Langendreer-Nord) für den Personenverkehr zu nutzen.

Am 6. September 1900 wurde die 3,055 Kilometer lange Strecke Kranefeld – Langendreer-Nord unmittelbar nach der landespolizeilichen Abnahme für den Personenverkehr freigegeben. Die neue Linie erhielt intern die Bezeichnung „Linie 4“. Die Konzession war am 12. Juni 1900 erteilt worden.